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Inhaltsverzeichnis • Teil 1 - Anfänger • Internet • Ein Netz
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30.07.2014 08:38:14

Ein Netz

Internet

Brainstorming:

Was fällt ihnen zum Internet ein? Schreiben sie kurz ihre Gedanken auf einen Zettel.

(Wenn sie den Begriff Brainstorming nicht kennen, schlagen sie ihn zunächst in Wikipedia nach.)

Das Internet „an sich“ ist nicht direkt greifbar und somit auch nicht begreifbar. Wie können wir uns also dem Internet nähern. Fangen wir doch am besten mit einem praktischen Vergleich an.

Zwischennetz

Das Wort Internet besteht aus zwei Teilen: inter und net. Als Deutsche klingt uns das vertraut und wir dürfen wirklich Internetz übersetzen. „Inter“ bedeutet „zwischen“ und ein Netz verbindet Dinge (siehe Telefonnetz).

Machen wir einen kurzen Ausflug in die uns bekannte Welt: Eine Stadt. Eine Stadt hat ein Straßennetz. Auf dem Straßennetz komme ich von Punkt A nach Punkt B. Oder noch besser: Es verbindet Adresse A mit Adresse B. Von oben gesehen sieht so ein Straßennetz wie ein Spinnennetz aus und so ist es sicherlich auch als Analogie zu verstehen.

Übung:

Zeichnen sie das Straßennetz ihrer Stadt und der umgebenen Städte in einen Plan.

(Beispiel Straßennetz)

Anhang: Tastaturkommandos

Wenn wir jetzt aber von Stadt zu Stadt oder Bundesland zu Bundesland fahren wollen, sind die Straßennetze der Städte wieder durch ein – vereinfacht gesagt – Überlandstraßennetz verbunden. Dieses Überlandstraßennetz entspricht in unserer Analogie dem Internet: Das Internet verbindet weltweit lokale Netze (LANs) von Firmen, Institutionen und heutzutage auch Privatpersonen.

Wie das Straßennetz ist das Internet also eine Infrastruktur um Dinge zu befördern. Auf Straßen werden Personen und Güter transportiert, das Internet befördert Daten und Informationen. Es ist also dem Telefonnetz vergleichbar, das Faxe und Gespräche weiterleitet.

Wem gehört es?

Wie auch bei anderen Netzen (Straßen und Telefon) gehört das Internet keiner Institution. Bestimmte Firmen betreiben einen Teil des Netzes auf eigene Kosten. Andere Firmen vermieten wiederum ihre Infrastruktur oder binden den Endkunden gegen Gebühr an. Hier gibt es eine gewisse Diskrepanz zwischen Firmen, die mit Internetdiensten großen Profit machen und den Firmen, welche die Infrastruktur betreiben.

Netzneutralität

In diesem Zusammenhang spricht man heute immer mehr über Netzneutralität. Um diesen Begriff besser zu verstehen, folgt ein Beispiel aus dem Telefonnetz: Anbieter von Diensten mit 0190er/0900ter Nummern (Sex-Hotlines, Börsentelefone) können sehr viel Geld verdienen. Die Betreiber der Netze (Telekom, Arcor, …) bekommen aber immer nur einen festen kleinen Betrag.

Das Netz verhält sich aber trotzdem neutral gegenüber dem Dienst, d.h. er wird nicht bevorzugt. Der Netzbetreiber behandelt also diesen Premiumkunden genauso wie beispielsweise eine kostenlose Telefon­seelsorge.

Infrastruktur

Übung:

Zeichnen sie in das bestehende Straßennetz einige wichtige Geschäfte und Dienstleister ein.

(Beispiel Straßennetz mit Geschäfte)

Anhang: Tastaturkommandos

Damit ist aber auch schon eine wichtige Unterscheidung klar geworden: Das Internet ist wie das Telefonnetz eine reine Infrastruktur. Die Dienste, die darauf laufen, sind eigentlich davon klar zu trennen. Umgangssprachlich vermischt sich das aber. So spricht man von der Telefonabzocke, obwohl das Telefon niemand abzockt, sondern höchstens der Diensteanbieter.

Ähnlich ist es mit dem Internet. Umgangssprachlich gebraucht man das Wort für zwei verschiedene Dinge. Einmal tatsächlich für die Infrastruktur, aber andererseits auch für den bekanntesten Dienst: das World Wide Web (WWW)! In diesem Buch meint das Wort „Internet“ allerdings immer die Infrastruktur.

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